Konzeption

„Bildung ist ein Prozess, der mit der Geburt beginnt, grundsätzlich individuell und lebenslang verläuft.“ (Sächsisches Staatsministerium für Soziales/Sächsisches Staatsministerium für Kultus 2003, S. 2)


Aufnahme und Eingewöhnung

Aufnahmeverfahren

Wir betreuen Kinder aus dem Gemeindegebiet Priestewitz. Voraussetzung für die Betreuung eines Kindes ist der Aufnahmeantrag (dieser sichert jedoch noch keinen Betreuungsplatz zu). Grundlage eines Betreuungsverhältnisses ist der Betreuungsvertrag. Ein gemeinsames Aufnahmegespräch zwischen den Eltern und der Einrichtungsleitung eröffnet den Aufnahmeprozess.

Eingewöhnung

Die Aufnahme eines Kindes beginnt mit einer individuellen Eingewöhnungsphase in Abstimmung mit der pädagogischen Fachkraft und den Eltern. Unsere Eingewöhnungszeit orientiert sich am „Berliner Eingewöhnungsmodell“ (als tabellarischer Überblick dieser Kurzkonzeption beigefügt). Detaillierte Informationen beziehungsweise Fragen zur Eingewöhnungszeit finden im Aufnahmegespräch große Beachtung.

Unsere pädagogischen Grundsätze und Ziele

In unserer Einrichtung arbeiten wir nach dem Sächsischen Bildungsplan und dem Situationsansatz.

Sächsischer Bildungsplan

Der Sächsische Bildungsplan beschreibt 6 Bildungsbereiche und fokussiert zu jedem Bildungsbereich einen Leitbegriff (Schwerpunkt).

  1. Somatische Bildung → Wohlbefinden
  2. Soziale Bildung → Beteiligung
  3. Kommunikative Bildung → Dialog
  4. Ästhetische Bildung → Wahrnehmen
  5. Naturwissenschaftliche Bildung → Entdecken
  6. Mathematische Bildung → Ordnen.

Der Sächsische Bildungsplan orientiert sich am Gedanken der Selbstbildung. Bildung ist ganzheitlich zu sehen, als umfassender Prozess, der die Gesamtentwicklung eines Kindes in seinen unterschiedlichen Wahrnehmungs-, Denk- und Handlungsweisen im Blick hat.

Situationsansatz

Er begreift die Betreuung, Bildung und Erziehung der Kinder als gesellschaftliche Aufgabe und entspricht dem Grundverständnis des SGB VIII/KJHG. Die Ziele des pädagogischen Handelns definieren sich in 4 Kompetenzbereichen.

  1. Ich-Kompetenz = das Kind wird sich seiner selbst bewusst, lernt den eigenen Kräften zu vertrauen, für sich selbst verantwortlich zu handeln, Unabhängigkeit und Eigeninitiative zu entwickeln.
  2. Soziale Kompetenz = das Kind nimmt soziale Beziehungen auf und lernt sie so zu gestalten, dass sie von gegenseitiger Anerkennung und Wertschätzung geprägt sind.
  3. Sachkompetenz = das Kind lernt sich sachliche Lebensbereiche zu erschließen, sich theore- tisches und praktisches Wissen und Können anzueignen und dabei urteils- und handlungsfähig zu werden.
  4. Lernmethodische Kompetenz = im Kind reift ein Grundverständnis dafür, dass man lernt, was man lernt und wie man lernt. Es erfährt die Bereitschaft von anderen zu lernen sowie Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.
  • Ausgangspunkt und Inhalt unserer pädagogischen Arbeit sind die Lebenssituationen der Kinder und Familien.
  • Kinder lernen in realen Lebenssituationen in einem anregungsreichen Umfeld innerhalb und außerhalb der Kindertageseinrichtung.
  • Kinder können im Spiel ihre schöpferischen Kräfte entfalten und sich die Welt aneignen.
  • Kinder gestalten ihr Leben in der Kita aktiv mit.
  • Die Kita entwickelt gute Beziehungen zum gesellschaftlichen Umfeld.
  • Eltern und andere Erwachsene sind zur Unterstützung eingeladen.
  • Unsere pädagogische Arbeit wird prozesshaft geplant und fortlaufend dokumentiert.

Integration

Wir sind eine Integrationseinrichtung. Wir betreuen Kinder mit Teilhabeeinschränkungen, unterschiedlichen Entwicklungsvoraussetzungen und Förderbedarfen. Für eine solche Förderung stehen 3 Plätze zur Verfügung.

Unsere Elternarbeit – Partizipation

Unsere Elternarbeit zeichnet sich durch einen ständigen Dialog zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften aus. Die Partizipation (Beteiligung) der Eltern hat für uns im Interesse der Kinder eine große Bedeutung.

Eine verlässliche Erziehungspartnerschaft versteht sich als fortlaufender Prozess und benötigt insbesondere Transparenz, wechselseitige Akzeptanz und Toleranz, Offenheit, Sachlichkeit sowie eine konstruktive Streitkultur, die ziel- und ergebnisorientiert ist.

Der regelmäßige Informationsfluss ist gegeben durch Aushänge im Eingangsbereich der Einrichtung (für Gesamtelternschaft mit besonderer Aktualität und Wichtigkeit), durch Aushänge im Garderobenbereich der jeweiligen Gruppe (Informationen zu pädagogischen Angeboten oder tagesaktuelle Dokumentation) oder schriftliche Informationen an alle Elternhäuser.

Unser Elternrat

Unser Elternrat besteht aus Eltern, die sich für eine solche Aufgabe interessieren und engagieren. Sie werden als Elternvertreter aus der Elternschaft ihrer jeweiligen Gruppen gewählt und vertreten die Gesamtelternschaft in Bezug auf Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten unseres Kinderhauses. Sie gestalten die Zusammenarbeit mit Einrichtungsleitung und Träger.

Sozialräumliche Orientierung

Als Bildungseinrichtung verstehen wir uns als wichtigen Ort der Gestaltung von Bildungs- und Erziehungspartnerschaften mit Eltern und Familien sowie die gemeinwesenorientierte Vernetzung und Kooperation. Kooperation ist für uns aktive Mitwirkung an der Gestaltung des Gemeinwesens, die Pflege verschiedener Kooperationspartnerschaften im Gemeindegebiet (Bsp. zur Grundschule oder zum Sportverein) und der naheliegenden großen Kreisstadt.